Bericht Kesselinspektorat
Die Inspektion von Druckgeräten in den Unternehmen verlief 2025 im gewohnten Rahmen. Erneut wurden deutlich mehr Geräte an- als abgemeldet: Den Neuanmeldungen für 2’302 Druckgeräte sowie 2’527 Löschflaschen standen insgesamt 1’276 Abmeldungen gegenüber.
Inhaltsverzeichnis
Wiederkehrende Inspektionen
Die 23 Inspektoren und Sachverständigen des Kesselinspektorats (KIS) führten im Berichtsjahr insgesamt 27’194 Prüfungen an Druckgeräten durch. Davon fanden rund 65 Prozent der Inspektionen während des Betriebs der Anlagen statt, die verbleibenden während des Stillstands. Im Rahmen dieser Inspektionen wurden 5’912 sicherheitsrelevante Mängel festgestellt (1’790 aus FSM und 4’122 aus ICAS).
Schadenfälle an Druckgeräten
Im Jahr 2025 wurden 65 gravierende Mängel an Druckgeräten identifiziert und gemeldet. Als Folge davon mussten 20 Anlagen sofort ausser Betrieb genommen werden.
An- und Abmeldung von Druckgeräten
Im Berichtsjahr wurden über die DGVV-Meldestelle der Suva insgesamt 4’829 Druckgeräte zur Registrierung eingereicht – 1’517 weniger als 2024. Dieser Rückgang ist auf den Wegfall der umfangreichen, einmaligen Registrierung von Helium-Speicherflaschen durch das Paul Scherrer Institut (rund 1700 Flaschen) und die ETH (rund 700 Flaschen) im Vorjahr zurückzuführen. Gleichzeitig wurden 1’276 Druckgeräte abgemeldet und im Register als inaktiv vermerkt. Insgesamt gab es 6’105 An- und Abmeldungen, was einem Rückgang von 1’728 Meldungen gegenüber dem Vorjahr entspricht (7’833 Meldungen).
Auditierung von Fachstellen für Sicherheitsventil-Revisionen
Der SVTI überprüft alle vier Jahre die Fachstellen, die in seinem Auftrag Inspektionen an Sicherheitsventilen durchführen. Grundlage dafür sind die EKAS-Richtlinie 6516 sowie die technische SVTI-Regel KIS-TR 901. 2025 haben die Inspektoren des Kesselinspektorats acht Fachfirmen auditiert.
Mitwirkung bei Informationsaufgaben
Im Berichtsjahr wurden insgesamt 162 Stunden für die Mitwirkung bei Informationsaufgaben aufgewendet.
Mitarbeit in nationalen Fachgremien
Für die Mitarbeit im Arbeitskreis LPG, für AK DK (VdTÜV) und für das SVGW-Merkblatt «H2-Installation» wurden insgesamt 37 Stunden aufgewendet.
Ausblick
Das Kesselinspektorat setzt ab 2026 neue Schwerpunkte:
Wir gehen davon aus, dass sich die Anmeldungen von Löschflaschen und Druckgeräten im Jahr 2026 wieder normalisieren und auf einem vergleichbaren Niveau wie im Berichtsjahr 2025 bewegen werden. Für die Meldungen der Betreiber soll eine effiziente Online-Plattform eingerichtet werden.
Weil der künftige Support nicht mehr gewährleistet ist, wurde das bisherige Planungstool ICAS durch SAP-FSM (Field Service Management) ersetzt. Das neue FSM bietet weitreichende Möglichkeiten – von der Organisation und Planung von Inspektionsterminen bis zur teilautomatisierten Berichterstattung. Als Zusatz zu SAP-FSM biete FSM-Tools dem KIS die Möglichkeit zur Überwachung und Planung der wiederkehrenden Prüfungen von Geräten und Messemitteln für die zerstörungsfreie Prüfung. Auch die Verwaltung und Planung der wiederkehrenden Schulungen und Qualifikationen der Inspektoren lässt sich damit gewährleisten. Durch die Umstellung auf FSM und FSM-Tools erwartet das KIS eine erhebliche Effizienz- und Qualitätssteigerung – etwa bei der präventiven Überwachung der zeitnahen Mängelbehebung durch die Betreiber. 2026 können wir mit wertvollen Erkenntnissen bezüglich Prozessflüsse und Datenqualität rechnen.
Da die Wasserchemie einen wesentlichen Einfluss auf den störungsfreien Betrieb von Dampf- und Heisswasseranlagen hat, werden die KIS-Inspektoren dieses Bereichs spezialisierte Schulungen durchlaufen. Mittelfristig werden wir ein Kursangebot entwickeln, um auch die Betreiber für diese wichtige Thematik zu sensibilisieren und zu schulen.